Zwischen Tradition und Erneuerung - Evangelischer Friedhof Nordstraße

Friedhof Rheydt, Nordstr. 140, 41236 Mönchengladbach-Rheydt
Friedhof Rheydt, Nordstr. 140

Warum ein kirchlicher Friedhof?
"Der Evangelische Friedhof Rheydt ist die Stätte, auf der die Gemeinde ihre Toten zur letzten Ruhe bettet. Er ist mit seinen Gräbern ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Mensch vergeht und verwest. Aber er ist auch der Ort, an dem die Botschaft verkündigt wird, dass Christus dem Tode die Macht genommen und das Leben und unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat. Aus dieser Erkenntnis erhalten Arbeit und Gestaltung auf dem Evangelischen Friedhof Richtung und Weisung." Dieses Zitat aus der Friedhofsordnung spricht an, worum es geht. Ein Friedhof ist sicher auch für Christen ein Ort der Trauer, an dem oft unter großen Schmerzen Abschied genommen wird von einem verstorbenen Menschen. Dennoch darf der "Gottesacker", wie man früher sagte, auch ein Ort der Hoffnung und der freudigen Erwartung sein. Sie richten sich auf das, was Gott am Ende der Zeit für alle seine Kinder bereit hält. Es ist darum bezeichnend, dass die Evangelische Gemeinde Rheydt von alters her neben den Trauergottesdiensten immer auch besondere Gottesdienste auf dem Friedhof gefeiert hat – am Ostermorgen und am Ewigkeitssonntag. Viele Gemeindeglieder besuchen nach dem Hören der Auferstehungsbotschaft die Gräber ihrer Verstorbenen. Damit wird der Friedhof zu einem Ort des Bekenntnisses zu dem Gott, "der die Toten lebendig macht und ruft das, was nicht ist, dass es sei" (Römer 4, 17). Der bereits im Jahr 1822 gegründete Friedhof ist deshalb für unsere Kirchengemeinde eine wichtige und unverzichtbare Einrichtung. Wir bemühen uns, ihn nach Kräften zu erhalten.
Der Friedhof als Ort des Lebens
Darüber hinaus ist der Evangelische Friedhof Rheydt aber auch durch seine parkähnliche Gesamtanlage mit dem wertvollen Baumbestand und den liebevoll gepflegten Gräbern eine grüne Oase in der Innenstadt. Viele Menschen gehen dort spazieren oder treffen sich dort mit Freunden und Bekannten. Dabei betrachten die Besucher auch die alten Grabsteine, die zum Teil schon aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammen und mit christlichen Symbolen oder Bibelworten geschmückt sind. Das Presbyterium hat darum entschieden, diese auch kulturgeschichtlich bedeutenden Zeugnisse vergangener Zeiten und Menschen nach Möglichkeit zu erhalten. Wir suchen darum "Patinnen" und "Paten", die sich für die Restaurierung solcher denkmalgeschützten Grabsteine einsetzen. Noch mehr freuen wir uns, wenn sich kunstsinnige Menschen entschließen, ein solches Grabdenkmal für die Anlage der eigenen Familiengrabstätte zu übernehmen. Dabei versuchen wir eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten hilft und der Erhaltung des Friedhofs dient. Im Sommer regelmäßig durchgeführte Führungen, die Einblicke in die Rheydter Ortsgeschichte und in theologische Inhalte der Grabkunst geben, werden von interessierten Bürgerinnen und Bürgern gerne angenommen.
Die Bedeutung und Anlage der Gräber
Das Anlegen und Gestalten eines Grabes ist für Christen seit jeher Ausdruck ihrer Glaubenshoffnung gewesen. Darum lehnen auch wir als evangelischer Friedhofsträger gemeinsam mit den anderen Kirchen die anonyme Bestattung aus theologischen Bedenken grundsätzlich ab. Der Mensch ist auch im Tod nicht anonym. Unsere Namen, die Gott kennt und im Gedächtnis behält, sollen nicht vergessen und verloren sein. Auch für einen gelingenden Trauerprozess ist es, wie unzählige Bespiele beweisen, aus psychologischen Gründen notwendig, einen Ort zu haben, der aufgesucht werden kann, um sich zu erinnern und stille Zwiesprache zu halten. Tote würdig zu begraben und ihnen durch die Anlage eines Grabes einen öffentlichen Gedenkort zu verschaffen, das sind urmenschliche Bedürfnisse, die heutzutage oft kurzsichtig beiseite geschoben oder mit dem Hinweis auf die hohen Kosten abgetan werden. Jede Generation steht dennoch vor der Aufgabe, die Formen der überlieferten Bestattungskultur zu überdenken und sie weiterzuentwickeln. Dabei muss die Würde der Verstorbenen mit den jeweiligen Möglichkeiten der Hinterbliebenen in Einklang gebracht werden. Das Presbyterium hat darum zum Beispiel als theologisch vertretbare Alternative zur anonymen Bestattung sogenannte "Rasengräber" geschaffen. Dabei handelt es sich um eine vom Friedhof angelegte und gepflegte Rasenfläche, auf der Urnenbegräbnisse oder auch Erdbestattungen möglich sind. Der Ruheplatz wird durch eine schlichte, für alle einheitliche Grabplatte gekennzeichnet, die flach im Boden liegt und den Namen, die Lebensdaten und auf Wunsch auch ein kurzes Schriftwort trägt. Diese Begräbnisform wurde vor allem von Alleinstehenden oder Menschen mit weit entfernt wohnenden Kindern dankbar angenommen. Weitere Bestattungsformen wie die Urnengemeinschaftsanlagen, die eine gärtnerisch ansprechendere Gestaltung von Urnengräbern vorsehen, sind noch in Vorbereitung. Wir stellen uns damit den gewandelten Bedürfnissen unserer Kunden.
Wer darf bestattet werden?
Um das Weiterbestehen des traditionsreichen Friedhofs auch in Zukunft zu sichern, ist er mittlerweile für die Glieder aller christlichen Kirchen, die in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zusammen geschlossen sind, geföffnet worden. Eine konfessionelle Eingrenzung besteht damit nicht mehr. Alle Christen der näheren und weiteren Umgebung, denen der Friedhof lieb und wert ist, sind eingeladen, ihre verstorbenen Angehörigen auf unserem Friedhof zu bestatten.  Das gilt auch, wenn diese aus der Kirche ausgetreten waren, der Grabnehmer oder die Grabnehmerin aber noch einer christlichen Kirche angehört. Sogenannte "freie Redner" sind bei den Trauerfeiern in der Friedhofskapelle nicht zugelassen. Die Rheydter Pfarrerinnen und Pfarrer bieten aber in jedem Fall eine seelsorgliche Begleitung der Hinterbliebenen an, die auf Wunsch auch einen Gottesdienst umfasst.
Was kostet eine Grabstätte?
Leider steht unser schön angelegter und gut gepflegter Friedhof, der auch von Seiten der Dienstleistungen, die wir bieten, für hohe Qualität bekannt ist, in einem harten Wettbewerb mit anderen Friedhöfen der Umgebung. Das ist auch angesichts rückläufiger Bestattungszahlen in unserer Stadt und sinkender Gemeindegliederzahlen unvermeidbar. Der Evangelische Friedhof Rheydt ist aufgrund seiner Gebührenordnung mit Abstand der preiswerteste Begräbnisplatz in der ganzen Stadt Mönchengladbach! Auch von daher lohnt sich bei der Neuanlage eines Grabes eine Umorientierung oder die Rückkehr! Bitte informieren Sie sich näher im Friedhofsbüro (Tel. 0 21 66 - 24 87 15). Unsere Mitarbeiter geben dazu umfassend Auskunft.
Informationen  und Öffentlichkeitsarbeit
Am Fronleichnamstag 2003 und 2006 fand ein sogenannter "Tag des Friedhofs" statt, der gute Gelegenheit bot, sich umfassend über die Bedeutung der Grabkultur in Geschichte und Gegenwart zu informieren. Am 21. Juni 2008 hat wieder eine solche Möglichkeit des Gesprächs und der Information stattgefunden. Dieser "Tag des Friedhofs" war am Vormittag rund um die Ev. Hauptkirche am Rheydter Markt angesiedelt und wurde am Nachmittag auf dem Friedhof fortgesetzt. Viele intensive Gespräche, die bei solchen Gelegenheiten mit Bestattern, Friedhofsgärtnern, Floristen und Steinmetzen,  aber auch mit unseren Mitarbeitern geführt werden, belegen immer wieder, dass Menschen sich auch heutzutage intensiv mit den Fragen, die Tod, Trauer und Beerdigung aufwerfen, beschäftigen, und dass es notwendig und lebensförderlich ist, sich frühzeitig diesen Frage zu stellen. Jeder sich selbst gegenüber ehrliche Mensch kann dabei nur gewinnen, denn der Tod gehört immer zum Leben dazu.

 

 


Bitte rufen Sie uns bei allen Fragen an.
Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Ev. Friedhof Rheydt
Nordstraße 140
41236 Mönchengladbach

Telefon: 0 21 66 - 24 87 15

Fax: 0 21 66 - 24 87 14

E-Mail: FriedhofRheydt@ekimg.de

Internet: www.ekimg.de

 


Leitbild für die kirchlichen Friedhöfe in Mönchengladbach

(vom Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Rheydt am 9. März 2010 einstimmig angenommen und im Sinne einer Selbstverpflichtung für die Arbeit des eigenen Ev. Friedhof an der Nordstraße autorisiert)

Präambel
Kirchliche Friedhöfe sind von je her Teil des Bildes und der Geschichte der Stadt Mönchengladbach. Die sieben katholischen, die vier evangelischen Friedhöfe und die Grabeskirche St. Elisabeth sind die Or­te, an denen die Gemeinden ihre Verstorbenen zur letzten Ruhe betten, an denen aber auch die nicht zu den Gemeinden zu rechnenden Angehörigen der Verstorbenen sowie andere Menschen, die den Wunsch dahingehend geäußert haben, bestattet werden können. Sie sind als Orte des öffent­lichen Gedenkens an die Toten unverzichtbar. Friedhöfe sind ein wesentlicher Bestandteil des Gemeindelebens und ein Dienst an der Gesellschaft. Ihre Erhaltung hat einen hohen Stellen­wert. Die Friedhöfe und die Art und Weise, in der sie betrieben und gestaltet werden, geben den Kirchen in der Öffentlichkeit ein Gesicht und prägen damit das Bewusstsein der Menschen.

Friedhöfe sind unübersehbare Hinweise dafür, dass der Mensch sterblich und vergänglich ist. Sie sind aber auch Orte, an denen die frohe Botschaft verkündigt wird: „Christus hat dem Tod die Macht über das Leben genommen und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht“ (2.Tim 1,10). So werden gerade kirchliche Friedhöfe zum Ort des Bekenntnisses zu dem Gott, „der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ruft, dass es sei“ (Römer 4,17).

Aus dieser tragenden Hoffnung empfängt alle Arbeit auf kirchlichen Friedhöfen, wie auch ihre Gestaltung, Rich­tung und Weisung: Maßstab unseres Handelns ist in allem die Barmherzigkeit Gottes, der sich unserer Todverfal­lenheit erbarmt hat. Verstorbene Menschen würdig zu bestatten, wie auch Trauernde zu trösten, sie zu begleiten und sie in ihren menschlichen Bedürfnissen ernst zu nehmen, ist ein Werk der Barmherzigkeit. Jesus Christus sagt: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ (Lukas 6,3).

 

1) Selbstverständnis

Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen begegnen den Hinterbliebenen einfühlsam und un­terstützen sie in ihrem Trauerprozess.

Sie machen auf die Angebote der Trauerbegleitung vor Ort und auf die Ansprechpartner der Kirchen für Trauerbegleitung aufmerksam.

Die Friedhofsatzungen und -ordnungen sind positiv und leicht verständlich formuliert.

Die Friedhofsträger nehmen ihre Pflichten als Arbeitgeber ernst: Kirchliche Friedhofsträ­ger bieten ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern professi­onelle Fortbildung, die Möglichkeit zur Weiterentwicklung ihrer kommunikativen Kompe­tenz und spirituelle Orientierung an.

Dem ehrenamtlichen Engagement wird Wertschätzung entgegen gebracht und es wird in der Öffentlichkeit angemessen dargestellt.

Trägervertreter sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bieten eine professionelle Dienst­leistung an. Sie sind in allen fachlichen Fragen kompetent. „Kundenorientierung“ und partnerschaftliche Kommunikation sind selbstverständlich.

 

2) Belegung

Kirchliche Friedhöfe in Mönchengladbach sind vom heutigen Verständnis konfessionsverbin­dender Familienverhältnisse her grundsätzlich ökumenisch ausgerichtet. Wer im Leben verbun­den war, darf im Tod nicht getrennt werden. Alle in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zusammengeschlossenen Kirchen und christlichen Gemeinden haben ein Anrecht, ihre Mitglieder und deren Angehörige auf den kirchlichen Friedhöfen zu begraben. Einschränkungen werden nur aus praktischen Gründen (z.B. begrenzte Kapazität) gemacht. Ebenso können dort im Ausnahmefall Konfessionslose begraben werden, wenn dies ihrem letz­ten Willen entspricht oder die Angehörigen darum bitten.

 

3) Begräbnisse

Es besteht Sarg- oder Urnenzwang.

Sofern es eine Trauerhalle oder Friedhofskapelle gibt, werden die Angehörigen in den Ta­gen vor der Beerdigung ermutigt, sich am offenen Sarg von den Verstorbenen in Ruhe zu verabschieden.

In den Trauerhallen und Pfarrkirchen steht ausreichend Zeit für den Gottesdienst zur Ver­fügung.

Zu jedem Begräbnis auf einem kirchlichen Friedhof gehört ein Ritual der Kirche, der der oder die Verstorbene angehört haben. Die Gestaltung liegt in der Verantwortung des zu­ständigen Pfarrers oder der Pfarrerin oder der von den jeweiligen Kirchen Beauftragten.

Für Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) steht immer die Friedhofskapelle oder die Pfarrkirche zur Verfügung. 

Sollte im Ausnahmefall kein Gottesdienst gewünscht werden, erwarten die Friedhofsträger trotzdem, dass der Abschied in einer würdigen Feier vollzogen wird. Die Feier kann nur von einer Per­son geleitet werden, die das Vertrauen des Friedhofsträgers hat. Es ist dann in jedem Fall eine Er­laubnis einzuholen. Sollte dann die Benutzung der Kapelle oder der Pfarrkirche gewünscht werden, stellt der Träger sicher, dass die Würde des Raumes gewahrt und christlichen Überzeugungen Respekt entgegengebracht wird.

 

4) Grabstätten

Kirchliche Friedhöfe in Mönchengladbach

- bieten Sarg- und Urnengräber an;

- haben keine Aschestreufelder;

- werben für die Kennzeichnung der Grabstätte mit christlichen Symbolen, dem
   Namen und den Lebensdaten der Verstorbenen. Sie betonen die tiefe
   Bedeutung des Namens, der mit unserem „Beim-Namen-gerufen-sein von
   Gott“ (Jesaja 43, 1) zur unveräußerlichen Würde auch eines verstorbenen
   Menschen gehört. Die namentliche Kennzeichnung der Grabstät­ten hat nicht
   nur eine private Bedeutung, sondern weist darauf hin, dass die Toten Teil
   einer christlichen und einer zivilen Gemeinschaft waren und sind. Die Trauer
   des Menschen braucht einen konkreten Ort. Für viele ist es hilfreich,
   wenigstens den durch Namensplatte gekennzeichneten Begräbnisort
   aufsuchen zu können. Es hilft vielen Angehörigen, Trauergefühle zu
   verarbeiten, wenn sie ihre Verbundenheit mit dem verstor­benen Menschen
   durch die Pflege eines Grabes zum Ausdruck bringen können;

- bieten all denjenigen, die keine aufwändige Grabpflege möglich ma­chen
   können oder wollen, auch Bestattungsmöglichkeiten ohne oder mit nur
   geringem Pflegeaufwand an.

 

5) Finanzierung und Gebühren

Kirchliche Friedhöfe

- erhalten keine Kirchensteuermittel oder öffentliche Gelder. Sie müssen
  kostendeckend ar­beiten. Sparsamkeit ist selbstverständlich. Sie verzichten
  auf große Parkanlagen mit hohem Pflegeaufwand, streben kurze Dienstwege
  und kleine Verwaltungen an, för­dern Eigeninitiative und werden oft von
  ehrenamtlichem Engagement getragen;

- ermöglichen Bestattungen zu moderaten Gebühren;

- ermöglichen in jedem Fall eine würdige Bestattung, auch wenn das
  Ordnungsamt die Bestattungspflicht übernimmt.

6) Kooperationspartner

Die Träger kirchlicher Friedhöfe

- sind zuverlässige Kooperationspartner;

- pflegen gute Kontakte zu den ortsansässigen Bestattern, Gärtnern, Floristen
  und Steinmetzen. Sie treffen mit ihnen klare Absprachen;

- vergeben Aufträge möglichst an Firmen vor Ort und unterstützen damit den
   lokalen Wirtschaftskreislauf;

- gestalten ihre Geschäftsbeziehungen nicht allein nach finanziellen
  Überlegungen, son­dern auch nach ethischen und theologischen
  Gesichtspunkten.

 

7) Vernetzung

Träger kirchlicher Friedhöfe nehmen am Erfahrungsaustausch mit Trägern anderer kirchlicher Friedhöfe und den Beauftragten für Bestattungskultur ihrer Kirchen gelegentlich und bei besonderen Anlässen teil.

Bei Fragen und vor entscheidenden Veränderungen z. B. vor praktisch-theologischen Verän­derungen oder Veränderungen der Trägerschaft suchen sie das Gespräch mit den Beauf­tragten ihrer Kirche.

Kirchliche Friedhofsträger konsultieren die Beauftragten für Bestattungskultur ihrer Kir­che, wenn Konflikte nicht vor Ort geklärt werden können.

 

8) Kurzfassung

Kirchliche Friedhöfe

- geben den Kirchen in der Öffentlichkeit ein Gesicht, sind aus dem
   christlichen Glauben her­aus der Würde der Toten und der Not der
   Trauernden verpflichtet und verstehen ihren Dienst als ein Werk der
   Barmherzigkeit;

- sind grundsätzlich ökumenisch ausgerichtet. Sie stehen allen Mitgliedern der
   Arbeitsgemein­schaft der christlichen Kirchen und deren Angehörigen und
   unter gegebenen Umständen auch anderen zur Verfügung;

- stellen sicher, dass bei jedem Begräbnis der Abschied von der oder dem
   Verstorbenen in ei­nem Gottesdienst oder einer Feier vollzogen wird. Sie
   fordern Respekt vor christlichen Über­zeugungen ein;

- bieten Sarg- und Urnengräber an, haben auch Grabstätten ohne großen
   Pflegeaufwand und werben für die Kennzeichnung mit christlichen Symbolen,
   dem Namen und den Lebensdaten der Verstorbenen;

- erheben moderate Gebühren. Auch wenn das Ordnungsamt die
  Bestattungspflicht übernimmt, wird in jedem Fall eine würdige Bestattung
  ermöglicht;

- arbeiten Kosten deckend. Sie lassen sich nicht nur von finanziellen, sondern
   auch ethischen und theologischen Gesichtspunkten leiten;

- sind zuverlässige Kooperationspartner;

- handeln in Netzwerken innerhalb der Kirchen.

 

Zum Verständnis:

Dieses am 29. März 2010 der Öffentlichkeit vorgestellte Leitbild wurde in einem über einjährigen Arbeitsprozess, der auch von zwei großen Arbeitstagungen begleitet wurde, von den dazu beauftragten Vertretern der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Mönchengladbach erarbeitet.

Es kam dabei zur ständigen Rückkoppelung mit den verantwortlichen Leitungs-gremien der zwölf Gemeinden, die in unserer Stadt eigene kirchliche Friedhöfe tragen. Alle  haben am Ende dem vorliegenden Ergebnis zugestimmt. Dabei gelang es auch, den jeweiligen Besonderheiten der einzelnen Friedhofsordnungen Rechnung zu tragen und anfängliche inhaltliche Gegensätze durch verbindende Formulierungen zu überbrücken, um das gemeinsame Anliegen einer christlich verantworteten Grabkultur hervorzuheben. Das ist ein großer Erfolg!

Grundsätzlich dienen solche Leitbilder der Selbstvergewisserung. Sie helfen, sich in der Öffentlichkeit mit dem eigenen Anliegen besser darzustellen und haben nach innen betrachtet den Charakter einer Selbstverpflichtung. Die eigene Arbeit soll daran wie an einem Maßstab überprüft und immer wieder neu ausgerichtet werden. Leitbilder selbst bedürfen aber auch der Fortschreibung.

Pfarrer Olaf Nöller,
Friedhofsbeauftragter

Fahrdienst zum Friedhof

Körperlich behinderte ältere Menschen, die noch in der eigenen Wohnung leben, werden kostenlos zum Friedhof gefahren.
Diesen Service bietet die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach an.
So melden Sie sich an:
Friedhofs-Service
Anfragen für Termin und Begleitung sind montags bis freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr möglich.
Im Rahmen der ersten Anmeldung zur Teilnahme an dem angebotenen Service ist die Vorstellung bei Frau Ulla Diwok (Pflegedienstleiterin der Ambulanten Dienste GmbH) erforderlich. Hierbei sollen der Einsatz des passenden Fahrzeugs (z. B. für Nutzer von Gehhilfen oder Rollstühlen) und die notwendige Begleitung geklärt werden.

Telefon-Nr. 0 21 66 – 45 54 55

Friedhöfe
Es werden alle Friedhöfe innerhalb der Stadt Mönchengladbach angefahren. Unser Ev. Friedhof Nordstraße 140 wurde zur Teilnahme an diesem Projekt angemeldet.

Grabbesuch
Der Service fährt im Bedarfsfall bis zur Grabstätte. Genehmigungen dafür liegen vor.

Dienst
Das Projekt haben Sozial-Holding und die örtliche Arge in einer Kooperation entwickelt.

Adresse