Die neue Amberbaum-Allee für unseren Friedhof

Liebe Gemeindeglieder,
auf unserem Friedhof an der Nordstraße tut sich schon wieder etwas! Entlang der Mittelachse finden Sie neuerdings eine Absteckung roter Pfähle für unsere geplante Allee aus Amberbäumen (botanischer Name: Liquidambar styraciflua z. B. ‚Paarl’ oder ‚Worplesdon’).
Warum tun wir dies?
Zum einen ist es historisch begründet. Auf einem alten Foto von ca. 1950 ist diese Allee genau an dieser Stelle noch zu sehen. Damals war es eine Kirschbaum-Allee. Nun haben wir uns für Amberbäume entschieden, da unser Friedhof im Frühling ohnehin schon blüht und gedeiht. Im Herbst werden dann die Amberbäume durch ihr oftmals feuerrotes Laub einen weiteren herrlichen Farbakzent zum Jahresende hin setzen. Zum anderen wird durch diese wichtige raumgebende Struktur der Blick des Besuchers auf unsere Gedächtnishalle hingeführt. Wenn man von der Friedhofstraße kommt, bilden die in Abständen gepflanzten Bäume letztendlich den Rahmen für unseren markanten Kirchturm. Nun fragen Sie:
Ist der Baum schädlich für den Weg und die Grabstellen?
Die zur Verwendung kommende Amberbaumsorte ist stramm im Wuchs und hat eine sehr kompakte Krone. Das Wurzelwerk ist ebenfalls kompakt. Dieser Baum wird deshalb heutzutage auch sehr gerne von den Gartenämtern als Straßenbaum eingesetzt. Zusätzlich zu den botanischen Vorteilen werden wir sogenannte Wurzelschutzplatten bei der Pflanzung senkrecht einbauen, damit weder der Weg noch eine Grabstätte beschädigt werden kann.  
Was ist mit dem Laub?
Die eingangs der Friedhofstraße bereits stehenden Säuleneichen sind zwar ein hervorragender Alleebaum – sie haben jedoch für unseren Friedhof auch erhebliche Nachteile. Diese Bäume werden mit der Zeit immer breiter und die Krone fällt auseinander. Sie behalten ihr Laub oft bis in den späten Frühling. Dies ist für alle, die Gräber pflegen, ein Ärgernis, weil so spät im neuen Jahr noch einmal Laub entfernt werden muss. Langfristig wird auch die Eichenallee durch Amberbäume ersetzt werden. Ebenfalls halten wir eine immergrüne Allee, z. B. aus Eiben oder Zypressen, für ungünstig, sie würde insgesamt zu dunkel wirken. Etwas Frost vorausgesetzt, fällt der Amberbaum dagegen durch eine intensive rote Herbstfärbung auf. Danach wirft er sein Laub schnell ab.
Wer bezahlt nun die Bäume?
Wir wollen sie ausschließlich durch Spenden finanzieren. Für einen Baum erbitten wir 400 Euro Spende. Damit sind auch alle Nebenkosten erfasst. Einer dezenten Benennung des Spenders steht dabei nichts im Wege. Die optische Verschönerung  und gleichzeitige wirtschaftliche Optimierung unseres Friedhofs ist eine Kernaussage des neuen Masterplanes, den das Presbyterium im Frühjahr 2010 in Kraft gesetzt hat. Dazu gehört in Zukunft auch die Schaffung schöner, neuer Begegnungstätten – sogenannte „Treffpunkte am Brunnen“. Wir wollen mit den neuen Bänken, von denen schon ein Muster in der Nähe der Gedächtnishalle steht, und praktischeren Wasserzapfstellen diese Orte attraktiver und einladender gestalten.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unser Friedhofsbüro, an Pfarrer Olaf Nöller, unseren Friedhofsbeauftragten, oder an mich als Vorsitzenden des Friedhofsausschusses.
Wolfgang Reinhardt
Meistergärtner